Eine gemeinsam antretende vierköpfige Familie fährt sogar komplett zum Kinderpreis. Ähnlich in den Trois Vallées: Dort zahlt man allein 306 Euro für den Sechstage-Skipass, in der vierköpfigen Familie sind es „nur“ noch 245 Euro. Ganz klassisch verfahren die großen österreichischen Skireviere: Sie schlagen lange Zeit Alle jahre wieder etwa drei Prozent auf den Skipass-Preis auf. Der teuerste Skipass der Alpenrepublik wird traditionell in Ischgl ausgegeben. Dort berechnet man mittlerweile 298,50 Euro für den Sechstage-Pass; wer den Skipass in der Nebensaison (im Ischgl-Sprech: „Ski Classic“) und mit Gästekarte kauft, kann allerdings so weit wie 70 Euro sparen. Fast ebenso teuer wie Ischgl sind mittlerweile die Skihänge im Ötztal (293,50 Euro) und am Arlberg (289 Euro). Damit zieht der Arlberg gleich dabei Skipass von St. Moritz, der vergangenes Jahr noch 38 Euro teurer war, jetzt aber „dynamisiert“: Je näher der Urlaub rückt, umso teurer wird es. Aktuell sogar 45 Euro günstiger als im vorjahr sind die Quatre Vallées damit Hauptort Verbier, die Skipass-Preise dort floaten ebenfalls der Nachfrage.

Shiffrin führt derzeit den Weltcup im Slalom, Riesenslalom und im Super-G an. Niemand in der Szene fährt so komplett wie sie. Ihre Dominanz ist einschüchternd. Die Konkurrenz, die Zuschauer, die Medien, sie alle haben sich daran gewöhnt, dass ein Slalom, ein Riesenslalom erst zu Ende ist, wenn Shiffrin ihren zweiten Lauf absolviert hat. Ihre Siege hat etwas von naturgegeben, sie gehören zum Winter wie der Schneefall und der Jagertee. Und man hat längst vergessen, dass diese Mikaela Shiffrin erst 23 Jahre jung ist. Wer von Shiffrin redet, spricht irgendwann von Lindsey Vonn. Vonn ist der Superstar des alpinen Skisports, der Darling des US-Sports, überall präsent in der Werbung, durch ihre einstige Beziehung mit Golfer Tiger Woods verlässlich auch in den bunten Blättern. Vonn hat noch etwas Siege als Shiffrin angehäuft, 82-mal stand sie bei Rennen im Weltcup unterm Dach, wenn sie noch fünfmal gewinnt, ist sie die erfolgreichste Person, die je im Weltcup auf Skiern gestanden hat. Aber Vonn ist mittlerweile 34 Jahre alt, sie steht vor ihrem letzten Winter, in dieser Saison konnte sie wegen Verletzungen überhaupt bis jetzt nicht starten, am Wochenende will sie in Cortina d’Ampezzo ihr Zu neuen Ehren gelangen.

Merkel hasst es, wenn jemand aus internen Runden plaudert, bedächtig hat sie alle aussortiert, die sie im Verdacht hatte, unerlaubt zum Telefon zu greifen. Nur Seehofer konnte sie nicht unbedingt einfach verbannen. Aber sie wusste, dass es keinen Zweck hat. Seehofer macht ohnehin, was er will. Nun könnte selbst er bald bewusstlos werden. Kann man sich auch zu Tode siegen? Sie ist über und inzwischen so etwas wie ein Möbelstück der Weltpolitik. Das „Time Magazine“ ließ sie zum Jahresende 2016 fürs Titelbild in kräftigen Farben malen, neben ihrem Kopf stand die Zeile: Mutti – Chancellor of the free world. Das Verrückte an Merkels Leben ist, dass allweil Dinge dazukommen. Es wirkt ein wenig wie dieses Kirmesspiel, bei denen Kinder Bierkisten aufeinanderstapeln und gleichzeitig auf ihnen hochklettern. Man hat den Eindruck, dass jederzeit alles zusammenbrechen kann. Natürlich hat auch ein Kanzler das Recht auf ein Wochenende, aber gerade die Stunden ohne festen Terminplan eignen sich dafür, die neue Woche vorzubereiten.

Spanien hat große Flughäfen, aber auch ganz kleine – und davon so mancher. Etliche davon werden kaum genutzt und sind teuer. Trotzdem fließt weiter Geld. Willkommen in Lleida, einer 140.000-Einwohner-Stadt mit eigenem internationalem Flughafen. Gerade ist eine Regionalmaschine aus Palma de Mallorca gelandet. Gewünscht: Zurzeit hat der katalanische Airport nämlich nur diese eine regelmäßige Linienverbindung zu bieten: freitags und sonntags jeweils ein Mal. Dazu kommt jetzt winters einzelne Charterflüge aus Großbritannien und Schweden – als da sind für Touristen, die in den nahegelegenen Pyrenäen Skifahren wollen. Der Flughafen Lleida-Alguaire ist schon eine ganze Zeit ein Zuschussgeschäft, sagt Isidre Gavin im Gespräch mit Oliver Neuroth. Der Flughafen Lleida-Alguaire ist seit 2010 aktiv. Die katalanische Regionalregierung rechnete damals mit rund 400.000 Passagieren jährlich wiederkehrend. Doch dieses Ziel wurde nie erreicht. Im vergangenen Jahr fertigte der Flughafen etwa 40.000 Gäste ab, ein Zehntel der anvisierten Zahl. Der Flughafen verdient bis heute kein Geld, er ist seit neun Jahren ein Zuschussgeschäft, gesteht Isidre Gavin.

Es war fast 20 Jahre her, dass die SPD ähnliche Zahlen vorweisen konnte. Damals hatte Volksvertreter seine Kandidatur gegen Helmut Kohl verkündet. Der Hype um Schulz kühlte schnell wieder ab, aber er war keine Erscheinung. Schulz legte das Bedürfnis der Deutschen nach Veränderung offen, er stand für eine andere Politik, für einen Stil, der nicht durch Zaudern gekennzeichnet ist und durch ein Hüten der Worte. Für einen kurzen Moment konnte er sogar enttäuschte Konservative durch sich selbst binden, die mit das AfD liebäugelten. Alles besser als Merkel, das war die Stimmung. Aber Schulz konnte den Verdruss über Merkel übergangsweise instrumentalisieren, er hielt seinen frühen Erfolg in seinen Händen wie eine Vase, die jederzeit zerschellen kann. Er traute sich kaum einen Schritt zu, und als die Deutschen merkten, wie ängstlich Schulz wahrlich ist, wendeten sie sich doch wieder Merkel zu, der bewährten Alternative. Im Wahlkampf gab sich Merkel erst partout nicht die Mühe, die Deutschen mit neuen Ideen zu locken. Sie machte es eigentlich wie immer. Im Wahlkampf reiste sie durchs Land und hielt Reden, die niemanden aufregten; bevor sie zu sprechen begann, winkte sie mit gemessener Geste ins Publikum, wie die Queen.