Dem Nachwuchs kann man sich hier von 8 bis 21 Uhr entledigen, der Babyclub nimmt Säuglinge ab dem siebten Lebenstag. Helmut Rainer. Der Rechtsanwalt engagiert sich im Innsbrucker Kreis, einer Denkfabrik, die sich für nachhaltige Regionalplanung einsetzt. Besondere Kopfschmerzen bereitet ihm Tirol. Baulich oszilliere die Fremdenverkehrsbranche dort zwischen wahnhafter Übertreibung und volkstümlicher Gefälligkeitsarchitektur. Neue Impulse kämen anderswo her, sagt Rainer, aus Gegenden, die Durststrecken ausgestanden hätten, touristisch abgehängt waren. Aus dem Bregenzer Wald u. a.: Junge Architekten entwickelten dort traditionelle Bauformen örtlicher Bauernhäuser weiter und laufen unter Vorreiter einer neuen Alpenarchitektur. Derlei Weitblick und Fantasie sei in Tirol nicht in Sicht. Die allerdings inszeniert keine Alpenregion so erfolgreich wie Tirol. Dass der Winter sich oft in schmalen, weißen Kunstschneerinnen auf ansonsten braungrünen Berghängen erschöpft, scheint viele Gäste nicht zu stören. Tirol, und das ist das eigentliche Winterwunder, funktioniert inzwischen auch ohne viel Schnee, als Abziehbild von früher – gerade in wackligen, terrorträchtigen Zeiten wie jetzt. Tourismusexperte Hubert Siller. Arg sieben Milliarden Euro generiert der Tourismus hier Zeitrahmen.

Der weiche Schnee in Kranjska Gora waren eben nicht seine Bedingungen. Obwohl Hirscher nur die zehntbeste Laufzeit im Finale hatte, schaffte er als Dritter noch den Sprung aufs Podest. Im ersten Durchgang war der 30-Jährige noch Sechster gewesen – mit einem Rückstand von 1,17 Sekunden auf Zenhäusern. Doch Hirscher musste auch nicht länger hundert Prozent liefern, seit Samstag steht es fest, dass er zum achten Mal den Gesamt-Weltcup gewonnen hat. Die Slalom-Wertung hatte er sich zuvor gesichert. Hirscher im ORF nach dem ersten Durchgang. Nach dem Finallauf sagte er, dass er „mit einem zufriedenen Gesicht nachhause gehen kann“. Für den DSV erzielte Felix Neureuther als Elfter das beste Ergebnis – mit einem Rückstand von 2,07 Sekunden auf Zenhäusern. Der Partenkirchner zeigte neben anderen das achtbesten Zeit im Finallauf, was er als 34-Jähriger bis jetzt drauf hat. Im ersten Durchgang war er auf Rang zwölf gekommen, allerdings etwas gehandicapt durch einen Bruch einer Schuhschnalle. 4,42). Dominik Stehle, David Ketterer, Anton Tremmel und Julian Rauchfuss hatten den Finallauf verpasst.

Skiurlaub war noch nie wirklich günstig. Anreise, Unterkunft und Skipass summieren sich zu beträchtlichen Summen. Doch wie viel muss eine vierköpfige Familie wirklich für eine Woche Pistenspaß in den Alpen ausgeben? Und wo lässt sich sparen? Das Skiportal Snowplaza hat eine Auswertung für eine Beispielfamilie aus Erfurt erstellt. Sieben Nächte in den Winterferien vom 3. bis 10. Februar 2018 in den deutschen oder österreichischen Alpen. Beispielhaft wurden die Skigebiete Saalbach, Sölden, Serfaus-Fiss-Ladis, Obertauern, Kleinwalsertal, Stubai und Sudelfeld untersucht. Als Unterkunft soll es ein Viersternehotel in Pistennähe sein. Weder die Eltern noch die fünf und neun Jahre alten Vermehren Skiausrüstung. Die Kinder machen einen Skikurs. Anreise: Per Auto oder Bahn? Günstigste Möglichkeit zur Anreise ist laut Snowplaza in den meisten Fällen das eigene Auto. Die Beispielfamilie aus Erfurt muss in die sechs Skigebiete und zurück rund 1300 Kilometer zurücklegen. Setzt man einen Spritpreis von 1,32 Euro und einen Verbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometern an, ergeben sich Kosten von knapp 120 Euro.

Weil die Zufahrtsstraße zu ihrem Skigebiet im Allgäu am Sonntag von einer Lawine verschüttet wurde, musste eine Schulklasse aus Solingen ihre Skifreizeit abbrechen. Sie wollten Skiurlaub ausgerechnet dort machen, wo am Montagmorgen (14.01.2019) eine Lawine bis in den Ort gestürzt und in ein Hotel eingedrungen war. Zwölf Tage lang wollten 120 Schülerinnen und Schüler des Solinger Humboldtgymnasiums in Balderschwang Schifahren. Doch sie kamen nicht so weit: Die einzige Zufahrt zur Gemeinde im Allgäu wurde am Sonntag (13.01.2019) von einer Lawine verschüttet. Bei Aschaffenburg mussten die Neuntklässler umkehren. Einige Lehrer der Schule waren wie immer mit privaten Autos voraus gefahren, um schon mal die Zimmer einzuteilen und Skipässe zu besorgen. Diesmal hatten sie noch ein Blick auf das Wetter und meldeten bereits von unterwegs, dass eine Anfahrt mit Bussen unmöglich ist. So konnten die Busfahrer noch während ihrer gesetzlichen Lenkzeit umkehren und die Schüler wieder nach hause fahren. Die gehen nun wieder ganz regulär in den Unterricht statt auf Skiern zu stehen. Ob sie die Skifreizeit noch antreten können, klärt sich Mitte dieser Woche. Sollte, wie sich die Wetterlage im Allgäu gestaltet. Andere Schulen im Bergischen Unterricht geben diesem Winter ähnliche Probleme mit ihren Skifreizeiten. So überlegt per exemplum das Märkische Gymnasium in Schwelm, ob sie am Freitagabend (18.01.2019) zur Skifreizeit abfahren. 120 Schüler wollen nach Hohentauern in die Steiermark. Dort seien zwar die Pisten frei, aber auf der Passstraße zum Hotel droht Lawinengefahr. Bereits vergangene Woche hat das August-Dicke-Gymnasium in Solingen eine Skifreizeit abgesagt. Die Sankt-Anna-Schule in Wuppertal dagegen hat am Wochenende drei Klassen nach Lofer in Österreich geschickt, nachdem man sich zuvor dabei Bürgermeister und dem Reiseveranstalter abgesprochen habe. Dort gibt es alles okay, so die Schulleitung. In der nächsten Woche sollen zwei weitere Klassen folgen.