Beginnt jetzt alles wieder von vorne? Hat das Chaos in Paris denn nie ein Ende? Das fragen sich an diesem Märzsonntag viele Franzosen. Denn so zugerichtet war das Pariser Zentrum rundherum den Triumphbogen zuletzt am ersten Dezembersonntag des vergangenen Jahres. Damals plünderten Demonstranten das Museum im Triumphbogen, und die ganze Welt erschrak vorm bis dahin unbekannten Protest der sogenannten Gelbwesten. Seit dem Generalstreik im Mai 1968 hatte es in Paris bis nachher nimmer solche Gewaltausbrüche gegeben. Auch beschränkten sie sich damals auf den Mai 1968. Aber nun wiederholten sich die Gewaltszenen nur wenige Monate später. An diesem Wochenende griffen die Demonstranten, viele von ihnen in gelben Warnwesten, erneut ein Symbol des herrschaftlichen Frankreichs an: Das berühmte Gourmetrestaurant Le Fouquet’s an den Champs-Élysées vor der Prachtallee unterhalb des Triumphbogens. Hier hatte einst der bis zum jetzigen Zeitpunkt von den meisten Franzosen verehrte sozialistische Präsident François Mitterrand seinen festen Tisch. Nun aber plünderten die Gelbwesten das vornehme Restaurant. Demonstrantin dem Fernsehsender TF1 und hielt eine damit Namen Le Fouquet’s bestickte Serviette mit silbernem Ring wie eine Trophäe in der hand. Wie im Dezember lagen überall Pflastersteine auf der großen Allee.

Gehörig durcheinander gerüttelt wurde das Preis-Ranking der teuersten Skigebiete in den Alpen. Die führt zwar weiterhin der Zweiländer-Skipass Zermatt-Aostatal an. Sechs Tage kosten in dieser Saison 408 Euro (Vorjahr: 406 Euro). Betrachtet man aber die reinen Ortsskigebiete, so findet sich der Skipass von Zermatt mit 297 Euro aktuell nicht mal unter den teuersten zehn. Neuer Spitzenreiter ist Flims-Laax, wo derzeit 347 Euro für den Sechstage-Pass in der Hochsaison verlangt werden, gefolgt von Saas-Fee (321 Euro) und Chamonix (315 Euro). Das alles sind freilich Momentaufnahmen, da abgesehen Chamonix alle genannten Gebiete mit ihren Skipass-Preisen „floaten“. Besonders auffällig wird das beim viertteuersten Skigroßraum, der Jungfrau-Region. Die verlangt für ihren Sechstage-Pass laut Preisliste 312 Euro, online gibt es ihn aber aktuell für 250 Euro. Bislang noch mit Fixpreisen operieren die großen französischen Skigebiete. Prompt landen Chamonix, die Trois Vallées und Les Arcs/La Plagne neu in den Top Twenty der teuersten Skipass-Gebiete der Alpen. Immerhin offeriert Les Arcs/La Plagne deutliche Rabatte für Sechstage-Pässe, wenn man zu zweit oder selbdritt bucht.

Jetzt ist sie seit zwei Wochen hier, auf Station 5a, Gefäßchirurgie. Fürt Klinikum in Memmingen ist es das erste Mal, dass Fachkräfte aus dem Ausland kommen. Eigentlich, erzählt Pflegedirektor Hans-Jürgen Stopora, kommen sie immer von welcher Ausbildungsstätte in der Stadt. Doch im vergangenen Jahr reichte das nimmer aus. Stopora sitzt in seinem Büro im krankenhaus. Hinter ihm an der Wand hängt ein Plakat mit den Maßnahmen, die das Klinikum nutzt, um Pflegefachkräfte zu rekrutieren. Das Klinikum wirbt – und wirbt an. Mit Imagefilmen und Vermittlungsprämien. Stoporas Kollegin, die Pflegedienstleiterin Barbara Braun, beantwortet die moralische Frage nach der Anwerbung mit einem Satz: „Der Markt ist leer“. Braun erzählt von neu gebauten Abteilungen in Münchner Kliniken, die leer stünden, weil die Pflegekräfte fehlten. Sie sagt: „Die Arbeitsbedingungen haben sich in der letzten Zeit Jahren komplett verändert.“ Mehr Patienten, mehr Druck, mehr Zeit für die Dokumentation als für die „Pflege am Patienten“. Wer das ändern wolle, müsse das ganze Gesundheitssystem umkrempeln. Weil das ehrlich gesagt nicht einfach geht, hat die Klinik gerade fast 10.000 Euro für Annoncen in ganz Bayern ausgegeben: „Suche Pflegekräfte für die Neurochirurgie“.

Skifahren bei großer Lawinengefahr – mehrere Menschen sind dabei in den vergangenen Tagen ums Leben gekommen. Der Alpenexperte Bucher sagtim Interview , dass es gerade bei extremen Bedingungen auf eine gute Vorbereitung ankommt. Wir berichten derzeit täglich von dramatischen, auch tödlichen Unfällen in der Alpenregion, von Rettungseinsätzen – und das, obwohl die Stand in den Alpen bekannt ist. Beobachten wir ein Übermaß an Leichtsinn? Thomas Bucher: Das kann man so pauschal nicht sagen. In der Mehrzahl Unfälle passieren ohnehin bei der mittleren Lawinenwarnstufe 3. Da sind viele unterwegs, obwohl die Lage schon heikel ist. Bei den aktuellen Warnstufen 4 oder 5 trauen sich die wenigsten hinaus. Deshalb geschieht derzeit relativ wenig – gemessen daran, wie kritisch die Situation ist. Gibt es bestimmte Gruppen von Skireisenden oder Fahrern, die häufiger gefährdet sein? Bucher: Nahe der Skipisten sieht man nichts unversucht lassen Fahrer ohne Notfallausrüstung, die nicht die geringste Ahnung haben, was sie tun.

Schnee und Sturm in den Alpen haben viele Urlauber aus NRW kalt erwischt. Familie Reinard aus Aachen kam erst jetzt zurück – was das für Arbeit und Schule bedeutet. Für Britta Reinard endete der Skiurlaub Heuer mit einem Abenteuer. Die Aachenerin steckte am Wochenende mit ihrer Familie und anderen Freunden in einer urigen Hütte in den österreichischen Alpen fest. Wegen des starken Schneefalls und der hohen Lawinengefahr war die einzige Hauptstraße im Glemmtal im Salzburger Land gesperrt, eine Abreise unmöglich. Statt am Samstagmittag ging es erst am Montagmorgen (07.01.2019) los in richtung Heimat. Auf etwa 1.800 Metern Höhe gab es kein Entkommen. Gondeln und Lifte waren in die Brüche gegangen. Die Schule ihrer Tochter sei informiert worden und die Lehrerin habe angesichts der ungewöhnlichen Entschuldigung Verständnis gezeigt. Auch Reinard, die selbst Lehrerin ist, habe ihrer Schule Bescheid gegeben. Dabei kann solch ein Fall auch zu Problemen führen. Denn wer wegen des vielen Schnees nicht rechtzeitig aus dem Urlaub zurückkommen konnte und deshalb bei der Arbeit fehlt, dem droht eventualiter Ärger hiermit Chef. Düsseldorfer Anwalt für Arbeitsrecht, Joachim Piezynski.